Schwerpunkte

Anliegen der IKG Wien

Österreichische StaatsbÜrgerschaft

Seit mehr als zehn Jahren werden an die IKG Wien zunehmend Anfragen bezüglich (Wieder-)Erlangung und im Speziellen betreffend Weitergabe der österreichischen Staatsbürgerschaft herangetragen. Die österreichischen Holocaust-Überlebenden und deren Nachkommen haben Interesse daran, dass die österreichische Staatsbürgerschaft an ihre Familien restituiert wird. Die IKG Wien setzt sich daher seit vielen Jahren für die Verbesserung von Staatsbürgerschaftsbestimmungen für NS-Verfolgte und deren Nachkommen ein.

Für österreichische NS-Verfolgte sieht das Gesetz derzeit zwei „Einbürgerungsmöglichkeiten“ vor:

Info-Blätter zum Download

Nach der derzeitigen – unbefriedigenden – Rechtslage besteht für Nachkommen von österreichischen StaatsbürgerInnen nur die Möglichkeit, einen Antrag auf Feststellung der österreichischen Staatsbürgerschaft zu stellen, im Rahmen dessen – oft aufwendig, langwierig und mühsam – geprüft wird, ob diese zunächst besessen oder erworben wurde, ob seitdem der Verlust eingetreten ist oder ob die österreichische Staatsbürgerschaft noch heute besessen wird.

Die Forderungen und Verbesserungsvorschläge der IKG Wien zur Staatsbürgerschaft wurden in der Staatsbürgerschaftsrechts-Novelle 2005 nicht berücksichtigt und harren nach wie vor einer Umsetzung. Folgende Punkte bedürfen – im Sinne der österreichischen Holocaust-Überlebenden und deren Nachkommen – einer Novelle des Staatsbürgerschaftsrechts und damit einer großzügigen gesetzlichen Regelung: